Ideal der Globalisten: der heimatlose Mensch

Foto: U.S. State Department, Public domain

Wie eine Ideologie die kulturellen und gesellschaftlichen Bindungen der Menschen zerstört

Aus der Politik und den Mainstream-Medien werden wichtige identitätsstiftende Bindungen der Bürger im Dauerfeuer-Modus attackiert: Heimat, Nation, Familie, Religion, Kultur und Tradition.

Die Migrationsgesellschaft der Zukunft braucht einen neuen Typus Mensch: international, multikulturell, ungebunden und heimatlos. Nur die sozial atomisierte Gesellschaft lässt sich für Migrationsströme aller Art öffnen. Jede Form von Gruppenidentität und Binnensolidarität ist hinderlich für den Wind der Globalisierung.

Für unsere rotgrüne Politikwelt ist diese Entwicklung kein Problem. Es kann ihnen nicht schnell genug gehen. Für Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gibt es neuerdings den Begriff Heimat »auch im Plural« – man könne mehrere »Heimaten« haben – um es auf »Neudeutsch« auszudrücken.Die SPD-Politikerin Karen Taylor stört sich an der politischen Bedeutung und Verwendung des Begriffes »Heimat«, Claudia Roth (Grüne), mag es, wenn in Deutschland viele türkische Fähnchen wehen und Ricarda Lang, Sprecherin der Grünen-Jugend, erklärt in einem Interview der »taz«: »Ich war noch auf keinem festlichen Anlass, bei dem die Nationalhymne gesungen wurde.« Überhaupt kann die Sprechering der Günen-Jugend mit dem Begriff Patriotismus wenig anfangen: »Er bezieht sich auf die Nation, also einen Raum, der andere ausschließt.« Sie will etwas anderes, nämlich: »Ich würde mir eine Erzählung grüner Politik wünschen, die klar über die Nation hinausweist. Mehr Europa, mehr Internationalismus, mehr Universalismus, aber auch mehr individuelle Wertschätzung.«

Jakob Augstein forderte auf »Spiegel-Online« ein »besseres« Deutschland, und zwar ein »neuer Schmelztiegel, in dem Menschen aus Europa, dem Nahen Osten und Afrika gemeinsam eine neue Nation erschaffen.« Weiterhin schrieb er: »Durch Einwanderung könnte Deutschland zum neuen, besseren Amerika werden. Wir müssten uns nur von lieben Gewohnheiten verabschieden - zum Beispiel vom Sozialstaat, wie wir ihn kennen.« Augstein nennt dies einen neuen »deutschen Traum«.

Der ehemalige UN-Sonderbeauftragte Peter Sutherland befand sogar, dass es Aufgabe der EU sei, die »ethnische Homogenität der europäischen Völker« aufzulösen. Das ist natürlich Wasser auf die Mühlen des US-Milliardärs George Soros, der mit seinen »Open Society Foundations« und seiner internationalen Politik der »open borders« für den Abbau nationaler Souveränitäten und Staatsgrenzen kämpft.

Aufbau des »neuen Menschen« – international, ungebunden, heimatlos

Die Formung eines neuen Menschen folgt immer einer festen Reihenfolge: Erst kommt die Zerstörung der Identität. Dann wird aus den Trümmern eine neue aufgebaut.

Wir kennen dies aus einem anderen Kontext: Rekruten, die sich in den Dienst der U.S.Army stellen, werden in ihrer Grundausbildung so lange physisch und psychisch drangsaliert, bis sie in ihrer Persönlichkeit gebrochen sind. Dies gilt besonders für die Rekruten der Elitetruppen, wie den Marines oder Navy Seals. Für diese Aufgabe gibt es die sogenannten Drill Instructors. Wenn die Rekruten innerlich gebrochen sind, werden sie wieder neu aufgebaut. Sie werden indoktriniert und gestärkt. Am Ende steht der »Yes, Sir!«-Berufssoldat. Bereit, für die USA in den Krieg zu ziehen.

In totalitären oder autoritären Ideologien wie dem Sozialismus und Kommunismus sieht es ähnlich aus. Nicht nur die Individuen, sondern die ganze Gesellschaft wird umgekrempelt. Hier wurden ganze Generationen von Kindern von ihren natürlichen Bindungen wie der Familie gelöst, in ihrer Persönlichkeit gebrochen, um dann in Sinne der herrschenden Ideologie indoktriniert zu werden.

Das Prinzip des Brechens und Wiederaufbauens fand seine extremste Form in der chinesischen Kulturrevolution. Die Chinesen bezeichnen heute diese Phase als »Zeit der verlorenen Generation«. Denn es wurde nur zerstört, aber nichts wirklich aufgebaut.

Die große Kulturrevolution des Westens: Zerstörung aller nationalen, kulturellen, religiösen und familiären Bindungen

Von den rotgrünen Kulturmarxisten bis hin zu den turbokapitalistischen Globalisten wird die bürgerliche Gesellschaft in Europa, Nordamerika und Australien aus mehreren Richtungen attackiert. Die bürgerliche Gesellschaft mit ihren Werten, Tugenden und Bindungen ist zum Feindbild geworden.

In der Dauer-Propaganda der Mainstream-Medien werden die Bürger permanent dazu ermuntert, ihre eigene Familie, Ehe, Kultur, Religion und Gesellschaft zu hinterfragen, zu karikieren, lächerlich zu machen, ja sogar zu leugnen oder zu bekämpfen. Die Jugendlichen müssen ständige Revoluzzer sein. Frech und rebellisch sollen sie sein. Aber nur, sonlange sie nach der Pfeife der Altparteien-Politik und Mainstream-Medien tanzen. Am Ende bleibt das Mantra: Alles Fremde ist gut, alles Eigene ist schlecht. Das nennt man Selbsthass. Die Zerstörung des gesellschaftlichen Zusammenhaltes beginnt mit Selbsthass. »Deutschland verrecke!« ist das Schlagwort dieses Selbsthasses.

Den Bürgern wird ihre Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gestohlen

Ihre Vergangenheit wird geraubt, indem die Geschichte neu geschrieben wird. Die Geschichte der Europäer oder »Weißen« wird auf die Phänomene Kolonialismus, Imperialismus, Rassismus und Krieg reduziert. Das Ziel: Den Europäern und europäisch-stämmigen Nordamerikanern einzutrichtern, dass sie dem Rest der Welt etwas schuldig seien. Denkmäler werden niedergerissen, Straßen umbenannt, Schulbücher umgeschrieben – in Europa und Nordamerika gleichermaßen.

Die Gegenwart wird der bürgerlichen Gesellschaft geraubt, indem ihr das Bekenntnis zur Heimat untersagt wird. Gruppensolidarität wird als rassistisch gebrandmarkt, weil sie andere auschließe. Kollektive Identiät nationaler oder regionaler Art unmöglich gemacht. Stattdessen sollen die Steuerzahler ihre Portemonnaies für die ganze Welt öffnen, gleichsam einer Selbstaufopferung.

Die Zukunft wird den Europäern genommen, indem sie dazu verurteilt sind, einen immer geringeren Anteil der Gesellschaft in ihren eigenen Ländern zu stellen. Je geringer ihr demographischer Anteil ist, desto geringer wird auch ihr Anteil an der Gestaltung der Gesellschaft sein.

Am Ende ist den Bürgern alles genommen: Identität, Geschichte, Zukunft, Sicherheit und auch Wohlstand. Die Japaner und Chinesen würden eine solche Entwicklung in ihren Ländern niemals zulassen. Warum sollen wir es weiterhin zulassen?

Es wird Zeit, dieses »historische Experiment«, eine »monoethnische, monokulturelle Demokratie in eine multikulturelle« Gesellschaft umzuwandeln (Yascha Mounk, Harvard University) endgültig zu beenden. Massenexperimente haben im Nationalsozialismus, Stalinismus, Maoismus und sonstigen totalitären Regimen immer zu Katastrophen geführt. Aus der Geschichte sollten wir lernen: Keine Experimente wagen, sondern auf den historisch-kulturell gewachsenen Gesellschaften und Traditionen aufbauen.

‹‹ zurück