"Trump hat mit seinem Vorwurf der Währungsmanipulation durch die EZB recht"

theeuropean.de / Bild von Jan Roeder, lizensiert unter CC-BY-SA

Donald Trump warf der EZB vor, die Wechselkurse zu manipulieren

US-Präsident Donald Trump war für seine Vorwürfe angegriffen worden. Trump hatte mehrfach behauptet, dass die Europäische Zentralbank (EZB) die Wechselkurse der Währungen manipuliert.

Jetzt hat ihm der bekannte Wirtschaftswissenschaftler Hans-Werner Sinn recht gegeben [siehe Bericht »Focus-Online«]. In einem Gastbeitrag in der Zeitung »Wirtschaftswoche« erklärte Sinn, dass die Währungsmanipulation durch das QE-Programm der EZB offenkundig sei. Es führe zu Abwertung des Euro gegenüber anderen Währungen. Dies geschehe dadurch, dass die EZB Anleihen kauft, um die Inflation anzukurbeln. Auch durch die Nullzins-Politik sei die Inflation des Euro beschleunigt worden.

Sinn kritisiert in der »Wirtschaftswoche« die EZB scharf: »Die EZB betreibt in ihrer selbstherrlichen Art eine Wirtschaftspolitik, die geeignet ist, internationale Verwicklungen zu provozieren, und in letzter Konsequenz zu herben Verlusten für die deutsche Exportindustrie führen kann.« Er fordert ein Umdenken in der Währungspolitik. Das billionenschwere Anleihekaufprogramm der Notenbank müsse seiner Meinung nach beendet werden.

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