Bereits 28.000 Anträge auf Familiennachzug

Foto: Youtube (Screenshot)

Hoher Andrang für Nacheinwanderung nach Deutschland

Im Rahmen des zuletzt ausgesetzten Familiennachzugs dürfen ab dem 1. August 2018 Flüchtlinge mit eingeschränktem Schutzstatus wieder Familienangehörige nach Deutschland holen. Der Andrang ist dafür bei den deutschen Botschaften hoch. Es sollen bereits dafür aus der Türkei, Jordanien, dem Libanon und dem Nordirak 28.000 Anträge vorliegen. Das sind mehr als doppelt so viel wie im Laufe eines Jahres aufgenommen werden solllen.

Im Koalitionsvertrag hatten CDU/CSU und SPD die Regelung getroffen, dass künftig pro Monat bis zu 1.000 Angehörige einreisen dürfen. Unter die Regelung fallen Ehepartner und Kinder. Minderjährige unbegleitete Flüchtlinge können hingegen ihre Eltern und Geschwister ohne eine Begrenzung ins Land holen. Der Familiennachzug war im März 2016 für zwei Jahre ausgesetzt worden und wurde später bis Ende Juli 2018 verlängert.

Unter eingeschränktem Schutzstatus fallen Asylbewerber, die nach der Genfer Flüchtlingskonvention keinen Anspruch auf einen Schutzstatus haben. Bei Nachweis, dass ihnen in der Heimat Tod, Folter oder eine unmenschliche Behandlung drohen, erhalten sie diesen für ein Jahr. Eine Verlängerung auf zwei Jahre ist möglich. Wenn sich Asylbewerber länger als fünf Jahre im Land befinden, ist ein Daueraufenthalt möglich.

Darüber hinaus gibt es aber noch die Flüchtlinge mit regulärem Schutzstatus. Bei diesen lief zwischenzeitlich der Familiennachzug unverändert weiter. Anträgen aus den Ländern Syrien, Irak, Afghanistan, Iran, Eritrea und Jemen folgend sind bereits im ersten Halbjahr 2018 von deutschen Behörden 18.451 Visa für deren Familienangehörige in der Heimat erteilt worden.

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