Krugman hält deutsche Aufschwung-Freude für voreilig

Der US-Ökonom und Nobelpreisträger Paul Krugman glaubt nicht an ein nachhaltiges Wachstum in Deutschland. Wer behaupte, Deutschland sei raus aus der Krise, sei "völlig voreilig", sagte Krugman bei einem Vortrag an der Freien Universität Berlin. Damit es dem exportabhängigen Deutschland gutgehe, müsse es Europa gutgehen. Jedoch gebe es massive Probleme in Europa wie die spanische Rekord-Arbeitslosigkeit oder die griechische Schuldenkrise, die bei weitem nicht vorbei sei.

Krugman bescheinige der Bundesrepublik zwar "einige gute Quartalsbilanzen" und eine Besserung bei der Arbeitslosigkeit, jedoch werde die Binnennachfrage vernachlässigt. "Ich weiß nicht, woher das Wachstum langfristig kommen soll", so der Ökonom.

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