IWF und Weltbank warnen vor Währungskrieg

Exzessive Interventionen: Kräftemessen an den Devisenmärkten (Foto: Stephanie Hofschläger/pixelio.de)

Der Präsident des Internationalen Währungsfonds (IWF), Dominique Strauss-Kahn, hat vor einem weltweiten Währungskrieg gewarnt. "Ganz offensichtlich verbreitet sich die Idee, Währungen als politische Waffe einzusetzen", sagte er gegenüber der "Financial Times". In die Tat umgesetzt, könne solch eine Idee ein sehr ernsthaftes Risiko für die weltwirtschaftliche Erholung darstellen. Im Blick dabei vor allem: die Chinesen, die ihre Währung künstlich abwerten, um die Exportchancen zu steigern. Die Verhandlungspartner zeigen sich jedoch unversöhnlich.

US-Finanzminister Timothy Geithner warnte vor einer "schädlichen Dynamik, bei der auch andere Staaten ihre Währung abwerten könnten. China verhalte sich unfair gegenüber Ländern mit flexiblen Regelungen bei der Währung. Er plädierte für marktorientierte Wechselkurse. Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao lehnte ein solches Vorgehen dagegen erneut ab und verbat sich Druck auf sein Land.

Aus Sicht von Weltbank-Präsident Robert Zoellick könnten exzessive Interventionen der Teilnehmer am Devisenmarkt Spannungen auf den weltweiten Währungsmärkten zur Folge haben. Diese sollten von den Ländern entschärft werden, um mögliche Handelskonflikte zu vermeiden, erklärte Zoellick der japanischen Wirtschaftszeitung "Nikkei". Zu der von Europa und den USA geforderten Aufwertung der chinesischen Währung, sagte Zoellick, er denke, dass der Yuan teurer werden müsse, dies werde jedoch seiner Ansicht nach nicht alle Probleme lösen.

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