Hundt fordert Zeitarbeits-Mindestlohn

Arbeitgeber fürchten Lohndumping in der Zeitarbeit (Foto: Guedo/pixelio.de)

Angesichts der Öffnung des deutschen Arbeitsmarkts für Arbeitnehmer aus den neuen EU-Staaten am 1. Mai 2011 befürchtet Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt Lohndumping durch ausländische Billigarbeitskräfte. Hundt fordert deshalb von der Politik, die Zeitarbeit ins Entsendegesetz aufzunehmen und damit einen Mindestlohn für die Branche einzuführen. "Der Gesetzgeber sollte in jedem Fall noch in diesem Jahr eine entsprechende Regelung schaffen", sagte Hundt. Nichts zu tun, sei eine Einladung zum Missbrauch.

Von der von den Gewerkschaften bei der Leiharbeit immer wieder geforderten Maxime "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit" will Hundt jedoch nichts wissen. Dass Leiharbeiter in der Stahlbranche künftig gleich entlohnt werden wie die Stammbelegschaft, nannte Hundt tarifpolitisch und rechtlich fragwürdig und nicht auf andere Branchen übertragbar.

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