Arbeit

Missbrauch der Zeitarbeit soll eingedämmt werden


Drehtürmodelle in der Zeitarbeit sollen verhindert werden (Foto: Guedo/pixelio.de)

Mit schärferen Regeln soll der Missbrauch der Zeitarbeit künftig besser unterbunden werden. Das beschloss das Bundeskabinett. Die auf den Weg gebrachten Änderungen im Überlassungsgesetz sollen bewirken, dass Arbeitnehmer nicht mehr entlassen und dann zu schlechteren Konditionen als Zeitarbeiter weiterbeschäftigt werden. "Wir wollen keine Drehtürmodelle, bei denen Stammbelegschaften systematisch durch Leiharbeiter ersetzt werden", begründete Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) den Gesetzentwurf. [mehr]


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Arbeit

Anstieg der Arbeitskosten im EU-Vergleich gering


Lohnnebenkosten im Vergleich nur wenig gestiegen (Foto: Claudia Hautumn, pixelio.de)

Wie das Statistische Bundesamt ermittelte, sind die die Arbeitskosten in Deutschland im Vergleich zu allen anderen EU-Staaten in der vergangenen Dekade am moderatesten gestiegen. Zwischen 2000 und 2010 verteuerte sich Arbeit für die private Wirtschaft um 19,4 Prozent. Die Lohnnebenkosten erhöhten sich dabei hierzulande lediglich um 9,4 Prozent, während der EU-Schnitt bei 38,5 Prozent liegt. [mehr]


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Arbeit

Weitere Erholung am Arbeitsmarkt


Bundesagentur hat neue Zahlen vorgestellt (Foto: Matthias Balzer/pixelio)

Im November lag die Arbeitslosenzahl zum zweiten Mal in diesem Jahr bei unter 3 Millionen. Wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) mitteilte, waren 2,931 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet und damit 14.000 weniger als im Oktober und 284.000 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote liegt weiter bei 7 Prozent. Frank-Jürgen Weise, Chef der Bundesagentur, resümierte, "die Arbeitslosigkeit sinkt, die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und die Erwerbstätigkeit nehmen erneut deutlich zu und auch die Nachfrage nach Arbeitskräften steigt". [mehr]

Arbeitsmarkt

Studie: Jugend Verlierer der Krise


Jugendarbeitslosigkeit in EU bei 20 Prozent (Foto: Dieter Schütz, pixelio.de)

Der "Bericht zur Beschäftigung in Europa 2010" der EU-Kommission macht die Jugend als Verlierer der Finanz- und Wirtschaftskrise aus. Keine Gruppe am europäischen Arbeitsmarkt sei so hart getroffen worden wie die 15- bis 24-Jährigen. Die Arbeitslosigkeit in dieser Gruppe liege bei 20 Prozent. 40 Prozent dieser Altersgruppe seien nur befristet beschäftigt, viele zudem in Praktika. [mehr]


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Arbeit

FDP bewegt sich bei Mindestlohn


Sorge wegen Leiharbeitern aus Osteuropa (Foto: Guedo/pixelio.de)

Im Ringen der Koalitionspartner Union und FDP um einen Mindestlohn für die Zeitarbeitsbranche kündigt sich nun doch Gesprächsbereitschaft bei den Liberalen an. FDP-Fraktionsvize Heinrich Kolb sagte der "Rheinischen Post": "Wenn die Union auf einem Zeitarbeits-Mindestlohn beharrt, wollen wir uns dem nicht in den Weg stellen". Man sei in dieser Frage nicht dogmatisch. Allerdings warb Kolb erneut für den FDP-Vorschlag einer Equal-Pay-Lösung, also einer Gleichstellung von Zeitarbeits-Kräften und Stammbelegschaft beim Lohn nach einer bestimmten Frist. [mehr]

Wirtschaft

Firmengründer schaffen mehr Arbeitsplätze


Jungunternehmer erwirtschaften im Schnitt 200.000 Euro (Foto: Paul Georg Meister/pixelio.de)

Im Krisenjahr 2009 haben Unternehmensgründer 562.000 Arbeitsplätze geschaffen und damit deutlich mehr als im Jahr 2008. Damals schufen die neuen Betriebe 387.000 Stellen. Das geht aus einer gemeinsamen Untersuchung der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), Creditreform und dem Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) hervor. [mehr]

Arbeit

Arbeitslosigkeit auf tiefstem Stand seit 1992


Arbeitslosenquote sinkt auf 7 Prozent (Foto: Matthias Balzer/pixelio)

Die Arbeitslosenzahl in Deutschland ist im Oktober unter die Marke von 3 Millionen und damit auf den niedrigesten Stand seit 1992 gefallen. Das teilte Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) mit. Laut Bundesagentur für Arbeit (BA) liegt die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem September um rund 86.000 niedriger und damit bei 2,945 Millionen Menschen. "Das ist ein großer Erfolg", sagte die Ministerin. [mehr]

Konjunktur

Regierung erhöht Prognose - DIHK rechnet mit Jobaufschwung


Wirtschaft auch für 2011 optimistisch (Foto: Dieter Schütz/pixelio.de)

Die Bundesregierung erhöht ihre Wachstumserwartung für dieses Jahr auf 3,4 Prozent vom Bruttoinlandsprodukts (BIP). Für 2011 wird mit 1,8 Prozent Wachstum gerechnet. Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) erklärte, dass man zudem mit einer Verringerung der Arbeitslosigkeit rechne und von 2,9 Millionen im Jahresdurchschnitt 2011 ausgehe. Damit habe sich der deutsche Arbeitsmarkt vom "Sorgenkind zum Musterschüler entwickelt, auch im internationalen Vergleich", so Brüderle.Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) erwartet auch für 2011 ein starkes Wachstum der Wirtschaft von 2,4 Prozent und liegt damit über den Prognosen der Wirtschaftsforscher. Aus seiner Herbstumfrage unter 28.000 Unternehmen resultiert zudem die Erwartung des DIHK, dass im kommenden Jahr 300.000 Stellen neu geschaffen werden. [mehr]

Bildung

Schavan will schlummerndes Potenzial wecken


Ausländische Abschlüsse sollen besser anerkannt werden (Foto: Uli Cartäuser/pixelio.de)

Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) verspricht eine bessere Anerkennung ausländischer Berufs- und Bildungsabschlüsse in Deutschland. "Unsere Volkswirtschaft kann sich auf bis zu 300.000 neue Fachkräfte freuen", sagte Schavan gegenüber der "Financial Times Deutschland". Bis Jahresende solle ein entsprechendes Gesetz verabschiedet werden. "Wir wollen das Potenzial, das in unserem Land schlummert, aktivieren", so Schavan. [mehr]


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Arbeit

Hundt fordert Zeitarbeits-Mindestlohn


Arbeitgeber fürchten Lohndumping in der Zeitarbeit (Foto: Guedo/pixelio.de)

Angesichts der Öffnung des deutschen Arbeitsmarkts für Arbeitnehmer aus den neuen EU-Staaten am 1. Mai 2011 befürchtet Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt Lohndumping durch ausländische Billigarbeitskräfte. Hundt fordert deshalb von der Politik, die Zeitarbeit ins Entsendegesetz aufzunehmen und damit einen Mindestlohn für die Branche einzuführen. "Der Gesetzgeber sollte in jedem Fall noch in diesem Jahr eine entsprechende Regelung schaffen", sagte Hundt. Nichts zu tun, sei eine Einladung zum Missbrauch. [mehr]


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