Wirtschaft

Teuer, bürokratisch, nutzlos


Von Fabian Heinzel

Die Bilanz des sogenannten "Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG)" ist ebenso erschreckend, wie sie angesichts der vielen warnenden Stimmen vorhersehbar war: Allein im ersten Jahr nach Inkfratreten des Gesetzes sind Unternehmen in Deutschland infolge des AGG mit mindestens 1,73 Milliarden Euro zusätzlichen Kosten belastet worden. Darüber hinaus wurde der ohnehin schon aufwendige Einstellungsprozess für neue Mitarbeiter drastisch erschwert. Begründungen von personellen Entscheidungen unterbleiben in über 80 Prozent der Fälle.

Von den betroffenen Unternehmern verbinden 87 Prozent das AGG in erster Linie mit mehr Bürokratie, über 74 Prozent bewerten es insgesamt als überflüssig. Das ist das Ergebnis eines Lehrstuhlprojekts der Universität Dortmund im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. Anders ausgedrückt lautet das Fazit: "Das AGG erreicht nicht die beabsichtigte Gleichbehandlung, es ist handwerklich schlecht gemacht und bietet beträchtliches Missbrauchspotential."


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