Euro-Krise

Streit um Euro-Rettung verschärft sich


Chef der Eurogruppe will mit gemeinsamen Bonds Währung stützen (Foto: Geralt, photoopia)

In der Debatte um die richtigen Maßnahmen zur Stabilisierung des Euro hat der Vorsitzende der Euro-Gruppe, Luxemburgs Regierungschef Jean-Claude Juncker, Kanzlerin Angela Merkel (CDU) scharf attackiert. Vor allem die ablehnende Haltung der Bundesregierung gegenüber der gemeinsamen Ausgabe von Anleihen durch die Euro-Länder bringt Juncker auf: "Deutschland denkt da ein bisschen simpel", sagte er gegenüber der "Zeit". Der Vorschlag zur Auflage von Euro-Bonds sei von der Bundesregierung nicht genau geprüft worden. "Diese Art, in Europa Tabuzonen zu errichten und sich gar nicht mit den Ideen anderer zu beschäftigen, ist eine sehr uneuropäische Art europäische Geschäfte zu erledigen", so Junckers Vorwurf an die Adresse von Merkel und Finanzminister Schäuble.

Euro-Bonds führten nicht zu einer Vereinheitlichung des Zinssatzes bei der Schuldenaufnahme für alle Euro-Staaten. Die Bundesregierung verteidigte dagegen ihre Ablehnung. Den Euro-Bonds stünden rechtliche und ökonomische Probleme im Weg.