Klaus-Peter Willsch (CDU) kritisiert den ESM und EFSF als einen „Versuch, Schulden mit noch mehr Schulden zu bekämpfen.“ Das einzige was die Euro-„Retter“ in Griechenland erreicht hätten, wäre Gläubiger wie z.B. Privatbanken zu befriedigen – während sich die Lage im Land verschlechtere. [mehr]
Schuldenkrise
Ökonomen: Erfolg griechischer Sparziele nahezu ausgeschlossen
Sparschwein wird schwer zu füllen sein (Foto: S. Hofschlaeger/pixelio)
Das angeschlagene Griechenland wird zwar aller Voraussicht nach 110 Milliarden Euro vom IWf und den EU-Staaten erhalten, aber die dafür zu erfüllende Sparpolitik Athens scheint aussichtslos. Viele Ökonomen gehen davon aus, dass die Verbesserung der griechischen Finanzsituation um 30 Milliarden Euro bis 2013 "nahezu ausgeschlossen" ist. Das Sparprogramm verlangt Athen eine Verbesserung um 13 Prozent des BIP ab, die größte je vom IWF einem Land abgeforderte Leistung. Commerzbank-Ökonom Christoph Weil sagte, "einen solchen Kraftakt hat noch kein Land geschafft."
Auch andere Chefvolkswirt großer Bankhäuser glauben nicht an das Sparprogramm, vielmehr wird befürchtet, dass die griechische Wirtschaft dadurch überfordert wird. Der Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft,Dennis Snower, geht sogar davon aus, dass die Umsetzung des Sparprogramms ins Gegenteil umschlägt. Griechenland werde "in eine arge Rezession oder sogar in eine Depression" rutschen.
Links zum Artikel:
Handelsblatt.com

