Tarifverhandlungen

IG Metall: Geld statt Beschäftigung


Tarifabschluss in der Stahlbranche gilt allgemein als Gradmesser (Foto: Dieter Schütz/pixelio)

Die Gewerkschaft IG Metall hat erstmals erklärt, das Ziel der Tarifverhandlungen im Herbst sei nicht mehr die Frage nach mehr Beschäftigung, sondern nach mehr Geld für die Arbeitnehmer. Im Interview mit der "FAZ" erklärte Verhandlungsführer Oliver Burkhard: "Priorität hat dieses Mal das Thema Geld." Die Arbeitgeber könnten nicht "ein Riesenfeuerwerk der guten Nachrichten abfackeln und den Arbeitnehmern gleichzeitig sagen, ihr haltet euch bitte noch mal zurück, unser Aufschwung wäre sonst gefährdet".

Der Tarifabschluss in der Stahlbranche gilt allgemein als Gradmesser für die Verhandlungen in den anderen Tarifbranchen. Der Wirtschaftsweise Bofinger hatte bereits gefordert, die Arbeitehmer in deutschland müssten mindestens drei Prozent merh Lohn erhalten. Arbeitgeberpräsident diter Hundt mahnte allerdings an, dass man die nachhaltigkeit des Aufschwungs abwarten müssse und ihn nicht durch zu hohe Abschlüsse gefährden dürfe. Er sieht erst 2011 Spielraum für höhere Tarifabschlüsse.


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