Klaus-Peter Willsch (CDU) kritisiert den ESM und EFSF als einen „Versuch, Schulden mit noch mehr Schulden zu bekämpfen.“ Das einzige was die Euro-„Retter“ in Griechenland erreicht hätten, wäre Gläubiger wie z.B. Privatbanken zu befriedigen – während sich die Lage im Land verschlechtere. [mehr]
Griechische Anleihen Ramsch - Portugal und Spanien unter Druck
Die internationalen Finanzmärkte haben Griechenland offenbar abgeschrieben. Die Ratingagentur Standard & Poors senkte die Bonitätsnote für griechische Staatsanleihen um drei Stufen. Diese liegen damit auf Ramschniveau. Für kurzfristige Kredite muss der Mittelmeerstaat pleiteverdächtige 18 Prozent Zinsen bezahlen. Damit steigt auch der Druck auf die anderen Euro-Staaten, Griechenland Milliardenhilfen zu gewähren. Trotz eines Lobs der EU-Kommission für seine Sparpolitik scheint nun nach Griechenland auch Portugal zunehmend an den Finanzmärkten unter Druck zu geraten. Der Risikoaufschlag für portugiesische Staatsanleihen stieg deutlich, nachdem die Ratingagenturen die Bonität des Landes herabgestuft haben. Grund ist der akut wachsende Finanzbedarf der Portugiesen. Die derzeit noch moderate Schuldenrate wird nach Ansicht namhafter Wirtschaftswissenschaftler in den kommenden Jahren ausufern. Und auch Spanien, vor kurzem noch Wirtschaftswunderland, erhält nicht mehr beste Bonitätsnoten.
Die Märkte reagierten nervös. Euro und DAX gaben nach. Derweil will sich Portugal mit der Herabstufung seiner Bonität nicht abfinden. "Das ist der Moment, in dem das Land auf die Attacken der Märkte reagieren und die nötigen Maßnahmen ergreifen muss", sagte Portugals Finanzminister Fernando Teixeira dos Santos.

