Klaus-Peter Willsch (CDU) kritisiert den ESM und EFSF als einen „Versuch, Schulden mit noch mehr Schulden zu bekämpfen.“ Das einzige was die Euro-„Retter“ in Griechenland erreicht hätten, wäre Gläubiger wie z.B. Privatbanken zu befriedigen – während sich die Lage im Land verschlechtere. [mehr]
Dresdner Bank hat angeblich Kunden nicht über drohende Verluste informiert

Laut einem Bericht von Spiegel online soll die Dresdner Bank Kunden, die Zertifikate der mittlerweile insolventen US-Investmentbank Lehman Brothers hielten, nicht über die prekäre Situation von Lehman informiert haben, obwohl die Berater der Bank vorab entsprechende Kenntnisse hatten. Spiegel online beruft sich dabei auf ein internes Papier der Dresdner Bank, in dem angeblich steht: "Die aktuelle Krise der US-Investmentbank Lehman Brothers Holding Inc führt zu vielen Nachfragen und berechtigten Sorgen angesichts der erheblichen Abschläge bei Zertifikatsprodukten mit Lehman als Emittent. Die Entwicklung der Ereignisse schreitet sehr rasch voran, daher kann nur ein Zwischenstand gegeben werden." Außerdem werde darauf hingewiesen, dass "ein Anleger bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten mit dem Totalverlust seines Kapitals rechnen" müsse, weiter soll es heißen "Insgesamt sehen wir aktuell auf Basis der verfügbaren Informationen über die Bonitätseinstufung keinen Handlungsbedarf bei den Emissionen von Lehman Brothers oder anderen von uns aufgelegten Emissionen mit anderen Investmentbanken."
Fest steht, dass Kunden der Dresdner Bank nicht über den drohenden Totalverlust informiert wurden. Die Bank weißt jedoch Vorwürfe zurück, Kunden bewusst getäuscht zu haben. Man habe sich auf die Bewertungen der Rating-Agenturen verlassen und eine Insolvenz daher nicht absehen können.

