Klaus-Peter Willsch (CDU) kritisiert den ESM und EFSF als einen „Versuch, Schulden mit noch mehr Schulden zu bekämpfen.“ Das einzige was die Euro-„Retter“ in Griechenland erreicht hätten, wäre Gläubiger wie z.B. Privatbanken zu befriedigen – während sich die Lage im Land verschlechtere. [mehr]
Die Ursache der Finanzkrise: Die Politik des "leichten Geldes" der US-Zentralbank

Es wird viel über die Ursache der Finanzkrise geschrieben und gesprochen. Der zentrale Punkt wird dabei meistens verfehlt: Spekulative Gier, Fehlinvestitionen, komplizierte Finanzprodukte sind die Folge nicht die Ursache der Blase. Die Ursache der Blase liegt in der US-Geldpolitik. Sehen sie links den Graphen, der die Vermehrung der Geldmenge zeigt. (Quelle der Zahlen ist die US-Notenbank selbst)
Es gibt keine Blase ohne die Ausweitung der Geldmenge. Die US-Notenbank hat die Geldmenge immer stärker ausgedehnt, um die Konjunktur anzuheizen. Dies war von der US-Regierung so gewollt, um eine "gute Stimmung" für ihre Politik zu schaffen.
Die niedrigen Zinsen der US-Notenbank führten zu gigantischen Fehlinvestitionen
So senkte die US-Notenbank, besonders in der Amtszeit des Notenbank-Präsidenten Alan Greenspan, die Zinsen unaufhörlich. Die Zunahme der Geldmenge durch niedrige Zinsen führte dazu, daß die Preise auf dem amerikanischen Immobilienmarkt immer weiter stiegen.
Immer mehr Käufer stiegen in den Immobilienmarkt ein, um von diesen steigenden Preisen zu profitieren und wurden zu Fehlinvestitionen verführt. Sie spekulierten darauf, daß die Preise immer weiter steigen würden und sie am Ende mit Gewinn verkaufen könnten. Deshalb waren viele Käufer bereit sich erheblich zu verschulden. Sie rechneten dauerhaft mit niedrigen Zinsen. Dadurch wurden gigantische Fehlinvestitionen im Immobilienmarkt getätigt. Das Ergebnis: Viele Bürger sind ruiniert und die Banken gehen bankrott.
Durch diese Zinspolitik wurde die Nachfrage nach Immobilien künstlich in die Höhe getrieben.
Normaler Weise würden Unternehmer und Bürger in bereiche der Wirtschaft investieren, in denen die Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen die höchsten Gewinne verspricht.
Durch die Zinspolitik der staatlichen US-Notenbank wurde die Nachfrage im Immobilienbereich künstlich in die Höhe getrieben. So gingen die Mittel anderen, profitablen Bereichen der Wirtschaft verloren.
Zurück zu den natürlichen Marktmechanismen von Angebot und Nachfrage
Die Krise kann überwunden werden, wenn die natürlichen Marktmechanismen, von Angebot und Nachfrage, wieder in Kraft gesetzt werden. Dann fließen die Investitionen der Unternehmen und Privatleute wieder in Bereiche, die langfristige solide Gewinne versprechen und nicht auf die Inflationierung der Währung angewiesen sind.
Um das zu erreichen, ist eine Rückkehr zu einer soliden Geldpolitik notwendig.

