Klaus-Peter Willsch (CDU) kritisiert den ESM und EFSF als einen „Versuch, Schulden mit noch mehr Schulden zu bekämpfen.“ Das einzige was die Euro-„Retter“ in Griechenland erreicht hätten, wäre Gläubiger wie z.B. Privatbanken zu befriedigen – während sich die Lage im Land verschlechtere. [mehr]
Wirtschaft
Billigjobs keine Gefahr für Vollzeitstellen
Zahlen widerlegen Behauptungen (Foto: Rainer Sturm/pixelio.de)
Der Zuwachs von Jobs im Niedriglohn-Sektor geht nicht mit einer Verringerung der Vollzeitstellen einher. Das geht aus einer Studie des Instituts für Wirtschaft (IW) hervor, die dem SPIEGEL vorliegt. Demnach hatten 78 Prozent der Personen, die 2003 einen Vollzeitjob hatten, diesen auch 2008 noch. Im Zeitraum 1998 bis 2003 waren es nur 73 Prozent gewesen, im Zeitraum 1993 bis 1998 sogar nur 69 Prozent. Dafür hätten Billigjobs, Teilzeitarbeit und Selbständigkeit eine halbe Millionen Arbeitslose zurück in Lohn und Brot gebracht. Zudem seien die Aufstiegschancen für Niedriglöhner und Teilzeitarbeiter besser als angenommen, so die Studie.
Der Eindruck, Billigjobs vernichteten Vollzeitjobs, sei auf eine optische Täuschung in der Statistik zurückzuführen. Zwar sei ihr Anteil an allen Arbeitsverhätnissen relativ gesunken, absolut sei ihre Zahl jedoch gleich geblieben. Allerdings stellt die Studie auch fest, dass jeder vierte Niedriglöhner trotz Job armutsgefährdet ist.
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