Klaus-Peter Willsch (CDU) kritisiert den ESM und EFSF als einen „Versuch, Schulden mit noch mehr Schulden zu bekämpfen.“ Das einzige was die Euro-„Retter“ in Griechenland erreicht hätten, wäre Gläubiger wie z.B. Privatbanken zu befriedigen – während sich die Lage im Land verschlechtere. [mehr]
Euro-Krise
Altkanzler kritisiert Euro-Politik

Altkanzler Hemut Schmidt vermisst Führungsfiguren in Europa (Foto: geralt, photoopia)
In einem Interview mit dem "Handelsblatt" geht Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) mit der deutschen Euro-Politik und dem Umgang der europäischen Staaten mit der Euro-Krise insgesamt hart ins Gericht. Kanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Wolfgang Schäuble (beide CDU) attestierte er, in der Krise "nicht sehr geschickt" gehandelt zu haben. Man brauche Personen in Spitzenämtern, "die ein Verständnis von der heutigen Wirtschaft haben." Auch die Runde der EU-Mitgliedsstaaten kommt bei Schmidt nicht gut weg.
Die europäischen Führungen hätten es nicht verstanden, in der Euro-Krise die richtigen Regeln zu setzen. Generell vermisst Schmidt in Europa Führungsfiguren "mit genügendem Überblick und ausreichender Urteilskraft". Besonders unter Beschuss nimmt Schmidt die Deutsche Bundesbank. "Im tiefsten Herzen sind die Bundesbanker Reaktionäre. Sie sind gegen die europäische Integration", so der Altkanzler. Die strategische Notwendigkeit der europäischen Integration hätten die Bundesbanker nicht verstanden.
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