Euro-Krise

85 Milliarden für Irland - Portugal unter Druck


Euro-Rettungsschirm hilft Portugal nicht (Foto: Viktor Mildenberger, pixelio.de)

Irland verhandelt mit der EU und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) derzeit über Hilfen aus dem Rettungspaket in Höhe von 85 Milliarden Euro. Selbst will die irische Regierung unter Premierminister Brian Cowen angesichts der Verwerfungen im Haushalt in den kommenden vier Jahren einen drastischen Kurs der Kürzungen fahren und 15 Milliarden Euro einsparen. Betroffen ist vor allem der öffentliche Dienst. Zudem steigen unter anderem die Mehrwertsteuer und die Studiengebühren, die kostenlose Versorgung mit Trinkwasser wird eingestellt und der Mindestlohn abgesenkt. Höhere Unternehmenssteuern soll es dagegen nicht geben. Nach Griechenland und Irland gerät unterdessen mit Portugal das nächste Euro-Land unter starken Druck der internationalen Finanzmärkte. Für portugiesische Staatsanleihen werden höhere Risikoaufschläge fällig.

Der Schutz Irlands durch den Euro-Rettungsschirm wirkte sich demnach nicht positiv auf Portugal aus. Unterdessen wachsen in der Bevölkerung die Proteste gegen die drastischen Kürzungen der portugiesischen Regierung. Manche Wirtschaftsforscher fürchten nun auch ein Übergreifen der Turbulenzen auf Spanien.