Klaus-Peter Willsch (CDU) kritisiert den ESM und EFSF als einen „Versuch, Schulden mit noch mehr Schulden zu bekämpfen.“ Das einzige was die Euro-„Retter“ in Griechenland erreicht hätten, wäre Gläubiger wie z.B. Privatbanken zu befriedigen – während sich die Lage im Land verschlechtere. [mehr]
250 Millionen Christen werden weltweit verfolgt

"Männer werden erhängt oder geköpft, Frauen gesteinigt." Das sind die Strafen, die ein im September 2008 vom Parlament im Teheran (Iran) gebilligter Gesetzentwurf für die "Abkehr vom Islam" vorsieht. Christenverfolgung - ein Begriff, der in Westeuropa schnell mit dem lange zurückliegenden römischen Reich assoziiert wird - ist im 21. Jahrhundert in mehr als 50 Staaten der Welt Realität. 80 Prozent der Menschen, die wegen ihres Glaubens verfolgt werden, sind Christen. Am Gefährlichsten leben Christen derzeit in Nordkorea, gefolgt von Saudiarabien und dem Iran. Das ist das Ergebnis einer Studie der US-Hilfsorganisation "Open Doors".
Aber auch in Indien, in dem hinduistische Extremisten Kopfgelder auf Pfarrer aussetzen, werden die Gemeinden und ihre Mitglieder regelmäßig Opfer von Demütigungen und Terror bis hin zum Mord. Wie die österreische Tageszeitung "Die Presse" berichtet, leben dort nach Ausschreitungen in der Region Orissa Tausende von Christen irgendwo versteckt in den Wäldern.


Anstatt Ängste zu schüren
Anstatt Ängste zu schüren würde ich mir eine ausgewogenere Berichterstattung wünschen.
Ängste schüren?
Die Verfolgung von Christen in vielen Ländern der Erde, die mancherorts Züge des Genocids im Sinne der völkerrechtlichen Definition aufweist, ist eine Tatsache. Diese Tatsache wird in Westeuropa fast durchgehend totgeschwiegen. Wenn ausnahmsweise einmal darüber berichtet wird, ist das Echo in der Regel sehr gering, daran hat man sich gewöhnt. Daß nun aber die Berichterstattung über Christenverfolgung unzulässig sein soll, da "Ängste geschürt" werden, das schlägt dem Fass den Boden aus. Zu einer "ausgewogegen Berichterstattung" gehört gerade auch diese schreckliche Seite der Realität, genauso wie die Berichterstattung über andere Verbrechen, Kriege und Krisen auf der Welt. An einer objektiven Berichterstattung über die Religionsfreiheit fehlt es in den Medien weitgehend, so wird zumindest in Deutschland die Tragödie der Christen im Nahen Osten totgeschwiegen. In Deutschland bevorzugt man die Erinnerungskultur: wenn es irgendwann keine Christen z. B. im Irak oder in der Türkei mehr geben wird, dann wird man ihnen möglicherweise in repräsentativer Lage Berlins ein Museum widmen, mit betroffen machenden Videoinstallationen. Das ist für die betroffenen Menschen nicht einmal ein kleiner Trost. Nein, die Christenverfolgung im Vorderen Orient, in Südasien, in vielen Gegenden Afrikas gehört jetzt in das politische Bewußtsein der Menschen, in das politische Handeln der Staatengemeinschaft.
Thomas Windhöfel
@Gast ( 11. Dez 2008 - 23:30)
Was wäre denn "ausgewogene Berichterstattung" in diesem Zusammenhang? Die Relativierung und Verleugnung von religiößem bzw. ideologischem Fanatismus?
Kriechen Sie wieder zurück in das politisch korrekte Gutmenschenloch aus dem sie gekrochen sind oder öffnen Sie endlich Ihre Augen!
Verfolgung von Christen: "Ängste schüren"
Ängste schüren? Verstehe ich nicht ganz. Wo im obigen Artikel werden Ängste geschürt? Sehe ich nicht. Doch was mir Angst macht sind andere Aspekte, und zwar bei uns hierzulande und in der "EU":
1. Die anscheinende Gleichgültigkeit der "Mitglieder" der christlichen Kirchen hier im "christlichen" "Europa" - spärliche Teilnahme an kirchlichen Messen
2. Das fortgesetzte aber längst widerrechtliche und verfassungswidrige Propagieren einer gottlosen "europäischen Verfassung", aus der auch noch unschwer zu erkennen ist, daß die EU-Meinungsmonopolisten nichts vom Christentum halten
3. Ein rot-rotes Berliner Dekret, durch das die christliche Lehre als Schulfach herunterzusetzen ist
4. Daß ein "Kruzifix-Beschluß" in einem angeblich noch christlichen Land überhaupt möglich ist
5. Daß ein gewählter Bundeskanzler, den Gottesbezug bei seiner Amtsvereidigung unterlassen darf
6. Familienfeindliche "Familienpolitik", Entkoppelung von Ehe und Familie, unglaubliches sittliches Verhalten in der politischen Führung
7. Christentumfeindliche Medien
8. Schöpfungsfeindliche Biopolitik
9. Schöpfungsfeindliche medizinische Forschung
10. Verständnis für Abtreibung
11. Gleichgeschlechtliche Ehen
12. Ein quälendes Gefühl, daß die in meiner Katholischen Kirche verwendete Fassung des Glaubensbekenntnisses eventuel auf irdisch politisch korrekterweise unvollständig im Sinne der Heiligen Schrift sein könnte.......
Nein. Ich glaube nicht, daß der obige Artikel zum Thema Christenverfolgung Ängste schürt.
Horatio Nelson.
Verfolgung von Christen "Ängste schüren"
Der Beitrag von Horatio Nelsen ist hervorragend und trifft die Problematik auf den Punkt.
Christliche Politiker werden für ihr Tun, besser gesagt,
Nichttun Rechenchaft geben müssen am Tage des Gerichts.
Es ist ein schweres Versäumnis die Christlichen Werte
nicht in den Europavertrag aufzunehmen.
Dieses Europa ist ein bürokratisches Monster ohne Seele.
Die Anmerkungen von Herrn Nelson
Ihre Anmerkungen, Herr Nelson, sind hoch ärgerlich leider typisch für die Art und Weise, wie hierzulande mit wichtigen Themen umgegangen wird. Da wird in dem Artikel auf ein wichtiges und erschreckendes Thema, die weitverbreitete Christenverfolgung, aufmerksam gemacht. Statt sich damit auseinanderzusetzen, lenken Sie sofort auf die Innenpolitik ab, mit einem bunten Strauß von Haupt- und Nebenpunkten: von drittklassigen Spumpanadeln wie Bundeskanzlern ohne religiöse Eidesfomeln bis hin zur EU-Bürokratie. Das ist ja (fast) alles wichtig und richtig, was sie da aufzählen, aber es gehört nicht zum Thema, und es ist neben der in dem Artikel behandelten Tatsache der Verfolgung von Millionen Menschen um ihres christlichen Glaubens willen nachgerade uninteressant. Solange wir nur noch Energie für innenpolitische Nabelschau aufbringen, wird die Christenverfolgung überall auf der Welt gemächlich weitergehen.
Thomas Windhöfel
Die Ansichten von Herrn Windhöfel
Dann, Herr Windhöfel, werden Ihnen folgende Ansichten vielleicht (oder vielleicht auch nicht?) interessieren:
1. Wenn der Boden meines von Opel- oder von Vauxhall hergestellten Pkw herausfällt und ich das Gefährt somit mit meinen Fersen bremsen muß, melde ich mich bei der Werkstatt des naheliegenden Opel- bzw. Vauxhallvertragshändlers, um den Wagen begutachten zu lassen. Nicht, wohlbemerkt, gleich bei Dietroit Diesel Allison in Michigan, USA.
2. Heute hat mein Kaffee grauenhaft geschmeckt. Ich überlege mir aber zuerst (in Ruhe), ob ich mich deswegen beschwere. Wenn ja, werde ich mich bei der hiesigen Verkaufsstelle melden, in der ich ihn erstanden habe. Dies heißt, daß ich mir einen eindeutig sinnlosen Riesenaufwand ersparen werde, indem ich darauf verzichte, die Adresse der (evtl. südamerikanischen) zuständigen Quellenplantage herauszuforschen und, zum Zwecke der schriftlichen Beschwerde, auch noch einen monatelangen entsprechenden Sprachkurs zu belegen, um mich unmittelbar mit den zuständigen ausländischen Bauern über deren Kaffeeansichten unterhalten zu können - und doch keine Befriedigung beim Problem meines 'Gebräus' zu verspüren.
3. Würde mein Kind Schwierigkeiten in der Schule erfahren, sollte ich mich gleich bei OECD-PISA, dem Max-Planck-Institut, beim Rektor oder bei der evtl. betreffenden Lehrkraft melden? Kann jemand mir eine sinnvolle Stelle vorschlagen?
Teil meines Glaubens ist nämlich, daß das Ei doch noch vorm Hähnchen entstand. Ein Glauben in den umgekehrten Prozeß erlaube ich mir angesichts meines beschränkten europäischen oder gar (seien Sie mir bitte nicht böse) bundesdeutschen geistigen Horizontes nicht. Darum werde ich verhindern, daß meine Pupille zu groß wird damit nicht zu viel Licht auf einmal auf meine Netzhaut einströmt und mich verblendet und überfordert.
Daß unsere Gesellschaft zum Teil erhebliche Einwirkung der Reaktionen anderer ausländischer Kulturen auf unser weltweites Wirtschafts- bzw. Fremdenverkehrsgebärden zu verkraften hat könnte evtl. bedeuten, daß wir erst uns selbst eigentlich betrachten müssten und uns mit Möglichkeiten einer Verbesserung unseres eigenen Verhaltens befassen, bevor wir es uns anmaßen, zuerst hinaus in die große weite Welt zu blicken und andere zu kritisieren. Ich sage "eventuel", denn ich maße mir persönlich kein sofortiges Recht an, andere außerhalb meiner Nation wegen ihres Verhaltens sofort zu verurteilen.
Ihrer Feststellung "....typisch für die Art und Weise, wie hierzulande mit wichtigen Themen umgegangen wird" muß ich leider voll und ganz zustimmen. Da haben Sie völlig recht. Denn, die unrühmliche Neigung der Politik und der Medien, der Außenwelt darüber anzudeuten (wenn nicht gar zu belehren?), wie sie ihr Leben zu führen hätte; die unschöne Haltung der Medien, die Nachrichten als Kommentarsendung umzugestalten und das Verhalten anderer Nationen anhand der bundesdeutschen Ansichtsprobleme mittelbar oder unmittelbar abzurteilen; solches Verhalten ärgert. Entschuldigung, aber da, m.E., sind die Pupillen doch zu breit. Fangen wir lieber im Kleinen an, dort können wir Probleme besser umfassen und laufen nicht Gefahr selbstgerecht zu werden.
Horatio Nelson