Foto: Dr. Klaus-Uwe Gerhardt/pixelio.de)

Konjunktur: Ökonomen skeptisch

Von Redaktion Zivilekoalition.de

Die Wirtschaftsforscher des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) rechnen im Herbst mit einem deutlich geringen Wirtschaftswachstum als bisher. Nach 2,2 Prozent im zweiten Quartal prognostizieren sie nur 0,9 Prozent für das Dritte. Die deutsche Wirtschaft wird laut DIW weniger exportieren können, da die beiden größten Märkte USA und China deutliche Anzeichen von konjunktureller Schwäche zeigen. [mehr]

Archiv

Konjunktur

IfW: Wachstum halbiert sich 2011


2010 soll Wirtschaft um 3,4 Prozent wachsen, 2011 um 1,7 Prozent (Foto: Dieter Schütz/pixelio.de)

Laut Prognose des Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) halbiert sich das deutsche Wachstum 2011. Für das nächste Jahr wird mit einem Rückgang der Konjunktur auf ein Plus von 1,7 Prozent gerechnet, teilte das IfW am Donnerstag mit. Für das laufende Jahr erwartet das Institut ein Konjunkturplus von 3,4 Prozent. Bisher hatten Experten für 2010 nur 2,1 und für 2011 1,2 Prozent Wachstum veranschlagt: "Die weitere Expansion wird maßgeblich von der Binnenwirtschaft getragen, während die außenwirtschaftlichen Impulse allmählich auslaufen", hieß es laut Einschätzung des IfW. [mehr]


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Lohnentwicklung

Löhne steigen langsamer als im EU-Schnitt


Verhältnismäßig geringer Anstieg der Bruttolöhne (Foto: Siegfried Fries/pixelio.de)

In den vergangenen zehn Jahren sind die Brutto-Löhne in allen anderen Staaten der Europäischen Union (EU) schneller gestiegen als in Deutschland. Im EU-Schnitt kletterten die Löhne um 35,5 Prozent, in den Euro-Ländern im Durchschnitt um 29,5 Prozent. In der Bundesrepublik waren es 21,8 Prozent. Das teilte das Statistische Bundesamt mit. Auch die Lohnnebenkosten stiegen mit 9,3 Prozent verhältnismäßig wenig an (EU: 38,5 Prozent, Euroländer: 32,7 Prozent). [mehr]


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Finanzmarkt

EU-Finanzminister schaffen zentrale Aufsicht


EU schafft drei neue Behörden (Foto: Viktor Mildenberger/pixelio.de)

Die Finanzminister der EU-Staaten haben rund zwei Jahre nach dem Lehman Brothers-Zusammenbruch strengere Kontrollen für Europas Finanzmärkte beschlossen. Ab 2011 sollen drei neue Behörden die Börsen, Banken und Versicherungen überwachen. Während Finanzkonzerne grenzüberschreitend agierten, sei die Aufsicht über Geld- und Börsengeschäfte bislang nationalen Behörden vorbehalten geblieben, begründete Binnenmarktkommissar Michel Barnier die Maßnahmen. [mehr]


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Finanzmarkt

Banken fürchten Basel III


Wegen Finanzkrise: Neues Regelwerk für Geldhäuser (Foto: Kurt F. Domnik/pixelio.de)

Derzeit verhandeln Notenbanker und Aufseher aus 27 Industrie- und Schwellenländern im Basler Ausschuss für Bankenaufsicht über eine weitere Verschärfung der Eigenkapitalregeln für Banken. Mit dem Regelwerk "Basel III" soll die Kapitaldecke der Geldhäuser als Reaktion auf die Finanzkrise verdoppelt werden. Europäische und vor allem deutsche Banken warnen nun vor Wettbewerbsnachteilen. Denn im Gegensatz zu Europa hatten die USA bereits das Vorgängerregelwerk "Basel II" nie umgesetzt. [mehr]


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Wirtschaftliche Entwicklung

Wirtschaftsforscher: Geburtenrate gefährdet Wachstum


Abwärtstrend wegen weniger Geburten? (Foto: Markus Wegner/pixelio.de)

Die niedrige Geburtenrate gefährdet nach Ansicht führender Ökonomen Wirtschaft und Wachstum in Deutschland. Der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Klaus Zimmermann, fordert deshalb die Bundesregierung zum Umdenken auf: "Eine arbeitsmarktorientierte Familienpolitik, etwa durch die Förderung von Betriebskindergärten, durch die Entwicklung der frühkindlichen Betreuung, aber auch durch die sichere Bereitstellung ausreichender Kindergartenplätze sowie durch eine Ganztagsbetreuung in den Schulen könnte Wirkung zeigen", sagte Zimmermann dem "Handelsblatt". Um die zusätzlichen Ausgaben zu finanzieren, schlägt Zimmermann vor, das Ehegattensplitting aus dem Steuerrecht zu streichen. [mehr]


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Gesundheitspolitik

Private Kassen sollen entlastet werden


Preisverhandlungen für Arzneien sollen auch für PKV gelten (Foto: pandi/pixelio)

Preise für neue Medikamente, die der Verband der gesetzlichen Kassen (GKV) mit der Pharmaindustrie aushandelt, sollen künftige auch für private Krankenversicherer (PKV) gelten. Ein Sprecher von Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) bestätigte entsprechende Pläne, über die die "Financial Times" berichtet hatte. Bislang sind die Privatversicherer von staatlichen Preisregeln ausgeschlossen und zahlen deshalb höhere Preise für Arzneien als die gesetzlichen Kassen. Letztere zeigen sich angesichts der Pläne empört. [mehr]

Energiepolitik

Koalition beschließt AKW-Verlängerung - Opposition will klagen


Meiler sollen länger laufen (Foto: Viktor Mildenberger/pixelio)

Nach einem zwölfstündigen Verhandlungsmarathon konnte sich die schwarz-gelbe Bundesregierung eine Regelung für die Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken einigen. Demnach sollen nun ältere Anlangen 8 Jahre, jüngere dagegen 14 Jahre länger am Netz bleiben. der Atomaustieg würde sich damit von 2025 auf 2039 verschieben. Die Opposition aus SPD und Grünen hatte bereits zuvor mit dem Gang nach Karlsruhe gedroht. Eine Verfassungsbeschwerde wird nun klären, ob die Verlängerung rechtens ist. [mehr]


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Alterssicherung

CDU-Politiker fordert Pensions-Reform


Beamtenpensionen lasten auf Steuerzahlern (Foto: Frank Radel/pixelio)

Der CDU-Sozialpolitiker Jens Spahn hat sich in der "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" dafür ausgesprochen, Pensions-Privilegien der Beamten anzutasten. Hierfür werde er nach der Sommerpause eine Initiative jüngerer Abgeordneter zusammentrommeln. "Auch Pensionäre müssen Zugeständnisse machen. Die sollten eine gleiche Wirkung haben wie bei den Rentnern", so Spahn. Die zunehmende Last der Pensionen werde vom Steuerzahler kaum zu tragen sein. [mehr]


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Staatsfinanzen

Regierung will 80 Milliarden in vier Jahren einsparen


Kabinett beschließt Haushaltsbegleitgesetz (Foto: Alexander Hauk/bayernnachrichten.de/pixelio)

Das Bundeskabinett hat heute das sogenannte Haushaltsbegleitgesetz beschlossen. Mit den Maßnahmen will die schwarz-gelbe Koalition innerhalb von vier Jahren 80 Milliarden Euro einsparen. Ein Drittel der Summe soll über Kürzungen bei den Sozialausgaben erreicht werden. Desweitern sollen Ausnahmen der Industrie bei der Ökosteur gestrichen. Die geplante Brennelementesteuer blieb aber vorerst ausgeklammert. Das Gesetz soll zusammen mit dem Haushalt 2011 im Bundestag verabschiedet werden. Eine Zustimmung des Bundesrates ist nicht erforderlich. [mehr]


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Finanzkrise

BaFin geht gegen inkompetente Aufseher vor


Abberufungsverfahren gegen Geldverbrenner (Foto: Rainer Sturm/pixelio)

Die Finanzaufsichtsbehörde BaFin macht von ihren neuen Möglichkeiten Gebrauch, die ihr der Bundestag mit der Verschärfung des Kreditwesensgesetzes in die Hand gegeben hat. Erstmals geht die BaFin gegen inkompetente oder unzuverlässige Aufsichtsräte von Banken vor. "Derzeit laufen zehn Abberufungsverfahren", sagte BaFin-Aufseher Christoph Crüwell der FTD. Weitere Verfahren würden derzeit vorbereitet. Die Namen der betroffenen Kreditinstitute nannte Crüwell nicht. [mehr]


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